So nach der Silvesterpause bin ich auch wieder da. Wie ihr sicher gesehen habt arbeite ich wiedermal etwas am design meiner Seite was zur folge hat das alle Schriftarten etwas komisch rüberkommen. Aber keine sorge dass bekommen ich auch wieder in den Griff.
Dank den Ferien hatte ich etwas zeit mich wiedermal mit meiner Passion Design & Typografie auseinanderzusetzen. Deswegen möchte ich heute etwas über einen Meilenstein der Schweitzer Typografie. „Neue Haas-Grotesk“ oder auch bekannt als Helvetica.
Die Helvetica wurde von der Design Icone Max Miedinger in zusammen mit Eduard Hoffmann Erfunden.

Mit den Worten „Lern erst mal was Richtiges“ wurde zur Kinderzeit die des am 24. 12 1910 Geborenen Max, die Diskussion um die Berufswahl beendet. Eigentlich wollte Max Mahler werden, aber auf nachdrücklichen Wunsch seines Vaters lernte er den damals noch verbreiteten beruf des Schriftsetzer.
Nach seiner Lehre ist sich der Junge Miedinger sicher das es zeit ist für einen Wandel. Getreu nach dem Motto „Ich will gestalten und nicht bis zum Lebensende Kolumnen auf Satzschiffen zusammenfummeln“. Besuchte er die Kunstgewerbeschule in ZH.
Nach den Wirrwarr des 2. Weltkrieges verlies Max das Hektische Zürich und begann mit der Arbeit bei der Gießerei Haas und beginnt mir der Arbeit an einer neuen Schriftart
Nach wenigen Monaten liegen die ersten Probeabzüge der Neue Haas Grotesk auf Hoffmanns Schreibtisch. Er ist begeistert. Im Sommer 1957 feiert die Neue Haas Grotesk Premiere.
Die D. Stempel AG, seit 1954 Mehrheitseigner der Haas’schen Schriftgießerei, Schlägt im Juni 1959 die Aufnahme der Neue Haas Grotesk ins Stempel-Programm vor, ganz gezielt für die »Werbemittelgestalter« Das Problem ist einzig der Name : Allein den Namen findet er wenig attraktiv. Sie muss umgetauft werden, und zwar so, dass Zweck und geografische Herkunft unmittelbar verständlich werden. Nach einer langen, unruhigen Nacht legt Heinz Eul seinem Chef Erich Schultz-Anker morgens einen Brief mit der Namensidee „Helvetia“ ins Postfach. Der machte, nach kurzer Rücksprache mit Eul, „Helvetica“ daraus und brachte sie Anfang 1961 auf den Markt.
Um 1963 tritt die Schriftart mit dem schönen Namen (etwas Nationalstolz hat auch platz auf meinem Blog) einen unvergesslichen Siegeszug an. Millionen von Corporate Designs basieren bald auf Helvetica. Lufthansa, Bayer, Hoechst, Deutsche Bahn, BASF und BMW. Das liegt nicht an der Einfallslosigkeit der Designer, sondern daran, dass die Helvetica auf Grund ihrer Verbreitung immer und überall verfügbar war in Zeiten des Bleisatzes ein sehr wichtiges Kriterium.
Alls im Jahr 1985 Apple und Adobe das dtp „erfanden“ gehörten 4 schnitte der Helvetica zu den 11 Elf Schriften des Druckers.
Rein Wissenschaftlich gesehen ist die die Helvetica ist eine Schriftart aus der Gruppe der serifenlosen Linear-Antiqua oder Grotesk. Nach DIN 16518 kategorisiert man die Helvetica in der Gruppe VIa (Serifenlose Linearantiqua mit klassizistischem Charakter). Hans Peter Willberg würde sie in seiner Klassifikationsmatrix als statische Grotesk einordnen.
Für alle unter euch die sich jetzt vorgenommen bei ihrem nächsten Besuch im Office sich mal etwas genauer mit der Helvetica auseinander zu setzten werden feststellen das sie Fehlt. Microsoft hat eine leicht veränderte Helvetica unter den Namen „Arial“. Die wohl am Weitverbreitetste Freie Version der Helvetica ist die Nimbus Sans welche unter GNU seht.



Für alle welche sich das Organal gönnen möchten gibt’s diese zu fahren preiss vom 22 Euro im Netzt. Ich mochte hier noch auf den Film „Helvetica a documentary film by Gary Hustwit“ hinweisen der wirklich sehenswert ist. Und mich zu diesem Eintrag inspiriert hat.
Vielen Dank an die Weiteren Quellen und an Herr B. aus ZH.http://www.100besteschriften.de/1_Helvetica.html http://de.wikipedia.org/wiki/Helvetica_(Schriftart)http://en.wikipedia.org/wiki/Helveticawww.google.com
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